Montag, 26. Februar 2007

Juhuu :-)

... die Zeit der geschundenen Füße, des frühen Aufstehens und des Busfahrens ist endlich vorbei. Habe heute ein neues Fahrrad erstanden!!! Das ist es.









... und das sind wir zusammen. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Ich hatte schon überlegt, ob ich ihm einem Namen gebe, aber vielleicht sollte ich keine zu enge Bindung zu ihm aufbauen. Das wäre bei der Halbwertszeit für Fahrräder in Bristol wahrscheinlich keine so gute Idee. Noch so ein herber Verlust wäre schwer zu ertragen (schnief). Für Vorschläge wäre ich aber trotzdem offen.
Ich habe es sofort ausgetestet und mit Katharina eine kleine Fahrradtour zum East Ville Park unternommen.
















Idyllisch, oder? Es gibt schon ein verwunschene Eckchen in diesem Park.
Wer will schon die Niagara Fälle besichtigen, wenn er diese wunderbare Staustufe in Bristol vor der Nase hat?








Danach haben wir uns noch die UWE (University of the west of England) angesehen, na ja, ist eigentlich nur ein Teil davon. O.k., ist nicht sooo beeindruckend.

Vor unserem anstrengenden Weg zurück haben wir uns noch mit einem kleinen Picknick im Park gestärkt (sehr englisch) und so getan als hätten wir Sommer (auch sehr englisch). In Wirklichkeit war es aber doch noch ziemlich kalt. Dabei ist auf jeden Fall dieses (etwas alberne) Foto entstanden.


Auf dem Rückweg konnten wir es uns nicht verkneifen doch noch mal kurz bei IKEA vorbeizuschauen (wenn man schon mal in der Nähe ist).










Sonntag, 25. Februar 2007

"Can you feel the energy?"

Hatte letzte Woche ein wahres Hippywochenende. Habe eine kleine Steinkreistour unternommen. Bekomme in meiner Arbeitszeit eine Menge von England zu sehen. Wir haben am Freitag den Steinkreis in Avebury besichtigt (habe bei der Gelegenheit erfahren, dass Sting da wohnt). Habe meinen Chef (den Druiden) mit meiner emsländischen Bodenständigkeit schier zur Verzweiflung getrieben, weil der Geist von Avebury irgendwie nicht über mich kam (Zitat: "Ah, I feel much better now, musst be the spirit of the circle" "I think it´s the Coffee"). Am Tag darauf sind wir mit den Kindern/Jugendlichen nach Stone Henge gefahren. War schon ein bißchen enttäuscht, weil das doch heftigst touristisch ist. Man muss sogar Eintritt dafür bezahlen!!! Schweinerei!!! Für einen Haufen großer Steine zwischen zwei vielbefahrenen Hauptstraßen. Auf dem Gelände darf man dann nicht einmal zwischen den Steinen herumlaufen, sondern darf das Monument nur hinter einer Absperrung umkreisen. Wenn ich in Avebury schon Schwierigkeiten hatte die Energie zu fühlen, dann war es unter diesen Umständen in Stone Henge schier Unmöglich. Auch die Kinder waren wenig beeindruckt. Vielleicht fahre ich noch einmal zur Sommersonnenwende dahin. Dann treffen sich dort die Hippies um die ganze Nacht hindurch zu feiern (oder was auch immer). Das wäre bestimmt lustig. Na ja, auf jeden Fall bin ich mal dagewesen und habe ein Foto für meinen Post geschossen.

Freitag, 16. Februar 2007

Neue Fotos aus Bristol

Nach meinem chaotischen Trip vom letzten Wochenende, beschloss ich diese Woche in Bristol zu bleiben. Nachdem ich mit Katharina und Eivind (siehe Foto) in die Stadt gefahren bin, hab ich mich dazu entschlossen mal wieder einen Touri-Fotospaziergang einzulegen.
Auf diesem Bild sind die Dogs zu sehen. Dort
befindet sich auch "Watershed", eine Art
Kulturzentrum mit einem Kino, in dem zumeist alternative Filme gezeigt werden, einem Bistro, einer Jazzkneipe etc.


Ist wirklich sehr schön da, besonders wenn das Wetter ausnahmsweise mal so toll ist wie an diesem Tag (die Gegend um Bristol hat eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit).
Auch die "Bristol Cathedral", die sich wie das bristoler College am "College Green" befindet, sieht im Sonnenlicht etwas weniger düster aus als sonst.













Wenn man dann weiter die ziemliche steile Park Street hoch latscht, an der es auch nette (allerdings häufig auch nicht ganz billige) Cafés, Clubs und Geschäfte gibt, kommt man an diesem Gebäude mit dieser tollen Dekoration (dafür gibt es auch einen bestimmten Begriff, der mir aber entfallen ist) vorbei, die immer gerne von Touristen fotografiert wird. Das habe ich mir natürlich auch nicht verkniffen. Der Effekt leidet leider etwas unter der Unschärfe des Fotos. Schließlich erreicht man dann den Cabot Tower. Ich hatte schon einmal eher ein Foto vom Cabot Tower in einem älteren Post veröffentlicht, aber auf diesem Bild macht er doch etwas mehr her. Dieses Mal war er sogar geöffnet, so dass ich ganz nach oben zur Turmspitze stiefeln konnte. Leider bin ich nicht als Einzige auf diese Idee gekommen. Wegen des schönen Wetters waren ziemlich viele Besucher da, was schnell zu einem Problem werden kann, weil die Turmtreppe sehr eng ist. Aber letztendlich bin ich heil und gesund oben angekommen, so dass ich in paar Panoramafotos von Bristol schießen konnte.



Ja, sooo schön kann Bristol sein. Dieses Foto von den Parkanlagen rund um den Cabot Tower erklärt vielleicht warum ich diesen Ort zu einem meiner Lieblingsplätze in Bristol erklärt habe.
Sieht doch irgendwie ein bisschen verwunschen aus, oder? Ein bisschen wie im Märchen. Ich war nun so richtig in Touristenstimmung, dass ich, nachdem ich eine kleine Kaffeepause in der "Boston Tea Party" eingelegt hatte, weiter die Park Street zur Whiteladiesroad (die heißt wirklich so, warum auch immer) bis nach Clifton hochgeschlendert bin.

Clifton ist ein relativ edler Stadtteil von Bristol mit tollen Häusern und großen Villen, die irgendwie gar nicht richtig englisch, sondern schon fast ein bisschen südländisch aussehen.






(Den Schuttcontainer muss man sich auf diesem Bild allerdings wegdenken)







Da ich schon mal in Clifton war, musste ich natürlich auch die Clifton Suspension Bridge besichtigen und überqueren. Auf der anderen Seite befindet sich "Leigh Woods" ein Waldstück, in dem man toll spazierengehen und sich noch besser verirren kann. Daher habe mich nur ein kleines Stück hineingewagt. Es war schon später Nachmittag und die Horrorvision von mir alleine in einem fremden Wald im Dunkeln herumirrend hat mich dann umkehren lassen. Meine bisherigen Erfahrung haben mich etwas misstrauisch gegenüber meinem Orientierungsinn werden lassen.

Ein Stück (fast) unberührter Natur mitten in der Großstadt.
Das ist übrigens der Avon (glaub ich), der unter der Clifton Suspension Bridget her fließt. Macht auf diesem Bild keine besonders gute Figur. Könnte aber daran liegen, dass gerade Ebbe ist.
Auf dem Weg zurück habe ich dann den Bus genommen, weil meine Füße am Ende dieses Tages gestreikt haben.

Mittwoch, 7. Februar 2007

Bath

Da ich mir ja für das neue Jahr vorgenommen hatte meine Wochenende etwas sinnvoller zu nutzen als nur in unserem Haus abzuhängen oder die Gloucester Road hoch und runter zu bummeln, habe ich mich am Montag spontan dazu entschlossen einen kleinen Tagestrip nach Bath zu machen. Ich will meine guten Vorsätze ja nicht schon im ersten Monat des neuen Jahres aufgeben müssen. Also ab nach Bath! Dort angekommen, habe ich mich sofort auf dem Weg zum Jane Austen Centre gemacht, das ich immer schon einmal gerne besuchen wollte. Jane Austen ist nämlich hier in der Gegend irgendwo geboren und hat eine zeitlang in Bath gelebt. Das nutzen die natürlich als Touristenmagnet. Genauso wie das römische Bad (daher wahrscheinlich der eigentliche Name der Stadt "Bath spa"), das man dort besichtigen kann. Es gibt da auch ein tolles Kostümmuseum, wo alte Kostüme aus dem 18. Jahrhundert (oder so) geschneidert werden. Ich bin also wie bei einer Schnitzeljagd den Wegweisern (siehe Foto) wie eine Irre quer durch die Stadt gefolgt. Ich war allerdings ein wenig spät dran. Es war schon später Nachmittag als ich in Bath gelandet bin, daher musste ich feststellen, dass es sich nicht mehr lohnte in das Jane Austen Centre sowie in jedes andere Museum zu gehen, weil die im Winter alle schon um 16.30 Uhr schließen. Ich habe dann wenigstens noch ein Foto von außen gemacht, was zugegeben nicht sehr spektakulär ist.


Ich bin dann einfach nur ein bißchen in Bath herumgelaufen und habe mir die Stadt angeguckt, wobei ich hier und da mal ein Foto geschossen haben, wie sich das für einen ordentlichen Touristen gehört.
























Na ja, soviel zu Bath. Ist wirklich eine schöne Stadt, in der die Zeit ein bißchen stehengeblieben ist. Andererseits ist sie auch ein bißchen zu ordentlich und dadurch etwas langweilig. Auf jeden Fall lohnt es sich definitiv nicht England im Winter zu besuchen, weil man viel zu früh aufstehen muss, da die Museen etc. alle früh schließen. Bin dann jedesfalls, nachdem ich meine Touritour beendet hatte, ein wenig frustriert wieder zum Bahnhof getrappst, um zurück nach Bristol zu fahren. Und wo bin ich schließlich gelandet? (siehe Foto)



Noch nie gehört. Liegt auf jeden Fall Richtung London (Paddington). Hatte auch keine Lust mehr über diesen Ort herauszufinden, sondern habe sofort den Zug zurück nach Bristol genommen.